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Lösungsansätze gegen die Klimakrise

Lösungsansätze gegen die Klimakrise

Politiker*innen, handelt! Die Wichtigkeit der politischen Entscheidungen in der Klimakrise ist eindeutig. Die Politik muss Entscheidungen treffen und sie dementsprechend auch umsetzen. Nur so können wir effektiv und konstruktiv Klimaschutz gewähren. Immer wieder überlege auch ich mir, welche Maßnahmen umgesetzt werden müssten, vor allem bundesweit, 

Widersprüchlich denken und handeln

Widersprüchlich denken und handeln

Kognitive Dissonanz Wo liegt die Gemeinsamkeit:  Wir gehen zu „Black Lives Matter„ Demos  und kaufen weiterhin Ware, hergestellt unter unwürdigen Zuständen von nicht- weißen Menschen, oder wir wollen beispielsweise nicht, dass eine fremde Person alles über uns weiß, und lassen dies bei unserem Smartphone dennoch 

Ist unsere Gesellschaft narzisstisch?

Ist unsere Gesellschaft narzisstisch?

Individualismus

Der Individualismus nimmt in unserer Zeit eine sehr große Rolle ein. Wir bekommen immer wieder zu hören, unsere Gesellschaft sei so narzisstisch. Der Duden definiert Narzissmus als: ,,übersteigerte Selbstliebe, Ichbezogenheit´´ 1. Die Ichbezogenheit trifft wohl bei den meisten zu.  Wenn wir mal ehrlich sind, denken wir öfters an uns, an unseren Vorteil, als an den der anderen. Selfies zum Beispiel zeigen doch wie sehr man auf sich selbst bezogen ist. Anstatt die Natur oder andere Menschen zu posten, zeigt man sich lieber selbst.

Und selbst wenn wir anderen etwas Gutes tun oder uns engagieren, müssen wir uns überlegen ,,tun wir das für die anderen oder um uns besser und sinnvoll zu fühlen?„. Hinter vielen Taten und Worten, wenn auch unbewusst, stecken egoistische Gedanken. Wir geben nicht nur, sondern erwarten auch ein Nehmen. Viele Menschen mussten schon mal die Erfahrung machen, dass sie von anderen  Menschen verletzt und belogen wurden. Es ist also nicht Wunderns wert, dass so viele Menschen sich selbst am nächsten sind und sich am meisten vertrauen.

Bedingungen lassen Individualismus zu

Da die Menschen heute selbstständiger werden, sei es das frühe Ausziehen bei den Eltern oder die finanzielle Unabhängigkeit, können wir es uns also erlauben eher an uns selbst zu denken, als an die anderen.

Die Lebensbedingungen haben sich für viele im Gegensatz zu früher, beispielsweise dem 20. Jahrhundert, verbessert. Existenzielle Probleme sind in der westlicheren Welt eher selten geworden und so bleibt mehr Zeit sich mit sich selbst zu beschäftigen. Die Familie ist nicht mehr unsere einzige Stütze im Leben. Eine Mutter, die sich beispielsweise früher um das Überleben ihrer Kinder sorgen musste, hat heute mehr Zeit sich, um sich selbst zu kümmern.

Das sehen wir schon alleine an der Tatsache, dass mehr und mehr Zeit in die Schönheitspflege investiert wird. Dass es uns selbst gut geht, wir gut aussehen und wir selbst glücklich sind, gewinnt viel mehr an Bedeutung. Würde man ein Tortendiagramm unserer Gedanken aufstellen, dann wäre bei sehr vielen wahrscheinlich zu sehen, dass sich der Großteil der Gedanken, um das eigene Leben dreht. Wir sind heute also eher in der Lage unsere Bedürfnisse zu erfüllen, und zu versuchen glücklich zu sein. Die, die eben nicht die Zeit und Bedingungen haben, sich auf sich selbst konzentrieren, müssen  in den sauren Apfel beißen. Dass es anderen, auf Grund unseres Verhaltens, schlecht geht, vergessen wir nur schnell.

Sind wir narzisstisch obwohl wir so viel an uns bemängeln?

Wenn Narzissmus auch übertriebene Selbstliebe bedeutet, kann man diese Krankheit unserer Gesellschaft dann überhaupt vorwerfen?

Die meisten Menschen sind sehr selbstkritisch und ihnen fällt es leichter, etwas Negatives über sich zu sagen als etwas Positives 2. Übertriebene Selbstliebe müsste doch auch die völlige Zufriedenheit mit sich inkludieren, oder? Es stellt sich die Frage, was übertrieben Selbstliebe ist. Ist es das Verlangen nach Selbstverwirklichung und die Tatsache, dass wir ständig an uns und unser Wohlergehen denken? Oder bedeutet übertriebene Selbstliebe ein Mensch zu sein, der verrückt nach sich selbst ist und total überheblich in sich verknallt?

Unsere Gesellschaft als Narzissten zu bezeichnen, halte ich für überzogen, denn Narzissmus ist eine psychische Erkrankung  2 die rücksichtloses Verhalten und Überspanntheit beinhaltet. Ja, wir sind sehr selbst fokussiert, nichtsdestotrotz kann die Mehrheit einen Freundeskreis halten und auch anderen helfen. Bei der Hilfe und Unterstützung anderer kann es letztendlich gleichgültig sein, welche implizite Intention hinter der Tat steckt. Hauptsache wir sind auch für andere Menschen oder Lebewesen da.

Von Egoisten lernen

Den Individualismus von anderen spüren zu bekommen, ist recht unangenehm. Beim Gespräch erzählt die Person nur über sich und zeigt wenig Interesse an dir. Dieses nervige Verhalten anderer, kann man aber auch nutzen, indem man sich fragt, ob man genauso agiert und wie das wohl auf unsere Mitmenschen wirkt. Stark ausgeprägte Individualisten können ein guter Wegweiser sein, wie man sich selbst verhalten oder auf gar keinen Fall verhalten möchte.

Schädlilche Folgen des Individualismus

Ich finde es  irgendwo peinlich und traurig, dass unsere Gesellschaft als derart egoistisch und selbstbezogen bezeichnet wird. Das wir auf uns Acht geben und uns unsere eigenen Bedürfnisse nicht egal sind, ist gut. Sehr gut sogar, denn wenn wir uns um selbst kümmern, sind wir stabiler und umsorgter.

Zu extreme Selbstachtung ist hingegen schädlich, weil wir nicht über den Tellerrand hinaus schauen und nicht die Gefühle und Bedürfnisse anderer wahrnehmen und unser Umfeld sich daher von uns entfernen kann. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir uns natürlich selbst für unser Wohlbefinden benötigen, aber eben auch andere, da wir soziale Wesen sind. In der Regel, tut uns die Gesellschaft andere gut und wir fühlen uns gemeinsam stark.

Sich hauptsächlich nur mit sich selbst auseinanderzusetzen, macht im Endeffekt auch nicht glücklich, da wir neben den positiven, aber auch den negativen Merkmalen an uns, mehr Aufmerksamkeit schenken. Wir sehen heute schon zu welchen Folgen starker Indiviualismus führen kann, so sterben  beispielsweise Kinder an Hungersnot während andere sich die Bäuche vollstopfen ohne nach links und rechts zu schauen.

Scheinbar individualistisch- warum wir uns nicht wirklich mit uns auseinadersetzen

Vor allem aber sehe ich, dass wir heute zwar viel an uns selbst denken, aber richtig tiefgründig setzen wir uns nicht mit uns selbst auseinander.

Wir beschäftigen uns viel mit unserem Aussehen, unsrem kurzzeitigen Glücksempfinden, unsrem Essverhalten oder eigenen Vorteilen, aber all dies ist nur oberflächlich. Das wir langfristig glücklich und zufrieden sind, vernachlässigen wir. Die Unzufriedenheit im Beruf, in der Beziehung oder in der eigenen Stadt wird ignoriert, weil große Veränderungen mit Anstrengungen verbunden sind, uns so bleiben wir lieber im gewohnten Terrain, weil es uns auf kurze Sicht, also für den Moment, glücklicher stimmt.

Wer nimmt sich denn wirklich die Zeit mal in sich zu horchen und herauszufinden, ,,was will ich wirklich? „.Die wenigsten. Stattdessen leben wir das Leben jedes anderen, einfach so, weil es jeder so macht und dazu gehört. Wir lassen uns treiben vom Fluss der anderen und geben nicht Acht auf das, was tief in uns liegt und schreit. Unser eigenes Glückspotential wird vernachlässigt, uns so sind wir ichbezogen, aber eigentlich nur zum Schein; und dennoch ist das ich von umfassender Bedeutung.

Mut zur Änderung

Der vorgeworfene ,,Narzissmus´´ ist kein Schicksal, sondern kann verändert werden. Alleine die Beobachtung und Bewusstmachung unserer Gedanken, kann uns darin stoppen ständig an uns selbst zu denken.

Ehrenamt, kleine Gesten für andere und den Blick auf Rahmen des Spiegels zu richten, bewahren uns davor ein selbstsüchtiges Monstrum zu sein. Vielmehr können wir dankbar sein und uns freuen, dass wir uns weniger Sorgen im Gegensatz zu früher um die eigenen Kinder, Eltern, Geschwister machen müssen.

Ein bisschen mehr Wir und dann geht es,naiv ausgedrückt, anderen Menschen auf der Welt auch besser. Vor allem zeigt der Individualismus doch, wie gut es uns geht. Wir müssen uns hier in Deutschland keine Sorgen, um den Hungertod unsere Familie oder Nachbarn machen.

Die Ichbezogenheit ist eine Form des Neuzeit Luxus.

Quellen:

1) https://www.duden.de/rechtschreibung/Narzissmus

2) https://www.presseportal.de/pm/52678/3699275

 

Strukturwandel Klimaschutz-Priorität Nr.1

Strukturwandel Klimaschutz-Priorität Nr.1

Umwelt Umwelt, Umwelt, Umwelt. Man kann es schon fast nicht mehr hören, oder?  Wir müssen aber! Der Klimawandel bzw. Umweltschutz ist wie ein neu dazu gewonnenes Haustier. Es gehört plötzlich zum Leben dazu und es gilt auf einmal vieles umzustellen. Noch nie wurde so viel 

Wie kann ich  aktiv dem Klima helfen? ( für Fortgeschrittene)

Wie kann ich aktiv dem Klima helfen? ( für Fortgeschrittene)

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich grundlegende Schritte gezeigt, mit denen man einfach im Alltag zum Klimaschutz beitragen kann. Wer all dies bereits berücksichtigt, aber noch mehr tun möchte, der ist hier genau richtig. Das heißt, ich gehe davon aus, dass du bereits weißt, dass 

Einfache Wege dem Klima im Alltag zu helfen

Einfache Wege dem Klima im Alltag zu helfen

Du musst kein*e Aktivist*in oder Politiker*in sein, um etwas für den Klimaschutz zu tun. Du kannst auch ganz einfach im Alltag unserer Erde helfen wieder ,,gesünder„ zu werden. Sie ist sogar auf die Hilfe jedes einzelnen angewiesen.

1.) Informiere dich.

Nimm dir die Zeit über den Klimawandel zu recherchieren. Wenn  du dies nicht schon längst getan hast, dann ist es nun Zeit. Schau nach den Folgen des Klimawandels, Meinungen  der Wissenschaft und den Verursachern von Co2 Emissionen. Je mehr du über das Thema weißt, desto schwieriger ist es, den Klimaschutz einfach  abzutun oder gar zu ignorieren. Du schaffst also Verknüpfungen und realisiert, wie wichtig der Klimaschutz ist. Ich kann dir auch empfehlen mal deinen ökologischen Fußabdruck zu messen. Das Ergebnis zeigt dir dann deine ökologischen Schwachstellen, die du optimieren kannst und schockiert tatsächlich auch, wie viele Erden mit deiner Lebensweise benötigt werden würden.

https://www.fussabdruck.de/fussabdrucktest/#/start/index/

2.) Erzähle es weiter.

Hast du dich informiert und einen groben Überblick gesammelt, dann berichte Freunden/ Bekannten/ Familie darüber und tausche dich aus. Erkläre Ihnen wie wichtig der Klimaschutz ist und wie dramatisch die Folgen sind. Diskutiere und höre zu, und vor allem erläutere wie wenig Zeit uns noch bleibt um die schlimmsten Folgen zu verhindern. Je mehr Leute erreicht werden, desto mehr Menschen können das Klima retten.

3.) Weniger Müll.

Wenn du nicht gerade einen Unverpackt Laden in deiner Nähe hast, kannst du dennoch bewusster einkaufen gehen. Du hast bestimmt stattdessen einen Markt oder Obstladen in deiner Nähe. Die Preise müssen nicht unbedingt teurer sein. Schau mal nach. Darüber hinaus lassen sich mit Netzen Plastiktüten vermeiden und anstatt das Öl aus der Plastikflasche zu nehmen, kannst du auch die Glasflasche wählen. Probiere dich beim Einkaufen aus und suche nach umweltfreundlicheren Alternativen. Vieles kann man auch selbst herstellen und wichtig ist vor allem ein Bewusstsein zu entwickeln, was umweltschädlich verpackt ist und was nicht.

4.) Achte auf deine Ernährung.

Sprechen wir bereits vom Einkaufen, dann bleibt auch die Ernährung nicht aus. Wahrscheinlich weißt du schon, dass die pflanzliche Ernährung die umweltfreundlichste ist, denn beispielsweise der Anbau der Futtermittel verbraucht eine Menge Ressourcen. Mit Zwang erreicht man keine Menschen, doch wenn du das hier liest, bist du vermutlich bereit, umweltfreundlicher im Alltag zu sein und somit bist du  auch offen Neues auszuprobieren. Wie wäre es mal vegane Milch zu probieren und öfters fleischlose Tage einzurichten? Die Ernährung trägt bereits eine Menge zu einem geringeren Fußabdruck bei.

5.)Mobilität gestalten.

Du kannst dir denken, worum es hier geht. Lass öfters Mal das Auto stehen und nutze Bus und Bahn oder das Fahrrad. Du kannst dabei sogar eine Menge Geld sparen und wenn du mit dem Fahrrad fährst körperliche Fitness erlangen. Du profitierst also gleich doppelt und fühlst dich durch Bewegung auch noch ausgeglichener. Fahrrad sind eine tolle Erfindung, oder? Der ständige Lärm des Autoverkehrs kann nämlich das Gegenteil bewirken und auf die Gesundheit gehen.*

6.) Nichts tun?

Hört sich gut an, oder? Einfach mal nichts tun, das heißt einfach nur faul rum liegen, trägt zum Umweltschutz bei. Am Handy spielen, gilt nicht. Du sparst Strom und stößt kein Kohlenstoffdioxid aus. Wer also öfters mal auf dem Sofa entspannt, ist ein wahrer Enegiesparheld.

7.) Stand by.

Oft wird’s im Alltag vergessen, doch wenn du nicht gerade Fernsehn schaust oder dir Tee kochst, kannst du den Stecker ziehen. Deine Stromrechnung freut sich und dein Energiebedarf sinkt. Der Strombedarf der privaten Haushalte trägt massiv zur Umweltbelastung bei und es ist wirklich nicht anstrengend den Stecker zu ziehen und das Licht auszuschlaten. Übrigens LED Leuchten sind klimaverträglicher und du kannst ganz leicht zum Ökostromanbieter wechseln.

*https://www.umweltbundesamt.de/daten/private-haushalte-konsum/wohnen

8.) Müll einsammeln.

Das Müll einsammeln, kann man mit dem Abendspaziergang, joggen oder am Wochenende ganz einfach verbinden. Erstens bist du an der frischen Luft, zweitens sorgst du aktiv gegen Müllberge in der Natur und drittens inspirierst du andere Leute. Du wirst merken Leute starren dich an und sind begeistert von der Aktion. Du bist ein Vorbild für sie. Ich finde Müll einsammeln macht mit Freunden zusammen riesen Spaß und du tust etwas sehr sinnvolles.

9.) Richtig heizen.**

Das Heizen ist auch ein wahrer Klimasünder. Wenn du nicht gerade das Geld hast dir eine umweltfreundlichere Heizung anzuschaffen, wie beispielsweise eine Wärmepumpe, dann kannst du auch ganz einfach dein Heizverhalten ändern.**

  • Heize nur, wenn wirklich nötig
  • Schließe die Tür zu kälteren Räumen
  • Tagsüber Heizung auf konstanter Temperatur lassen, nachts geringere Temperatur
  • Fenster auf- Heizung aus!
  • Mehrmals tägllich kurzes Stoßlüften
  • Bei Wasserdampf (kochen, duschen) Stoßlüften

*https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/laermwirkung/stressreaktionen-herz-kreislauf-erkrankungen#auswirkungen-des-larms-auf-die-gesundheit

**https://www.bmu.de/themen/gesundheit-chemikalien/gesundheit-und-umwelt/innenraumluft/richtiges-lueften-und-heizen/

Wie wir heute leben- gesund uns konsumreich?

Wie wir heute leben- gesund uns konsumreich?

Ernährung Vor einigen Jahren waren McDonalds und Co der Renner. Massenweise wurden Hamburger und Pommes verzerrt. Mittlerweile würden sich die meisten schämen zu diesem Konzern zu gehen. Gut so! Viele Leute stehen nicht mehr auf Fettiges, sondern  auf Chiasamen und glutenfrei. Gesunde Ernährung erlebt einen 

Großstadtboom- was zieht die Menschen in die Städte

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Großstadtfieber Es herrscht derzeit ein regelrechter Großstadtboom. Die Menschen wollen in die Städte. Egal ob alt oder jung. Großstadtflair ist angesagt. Dies bleibt nicht ohne Folgen, denn wie wir alle feststellen, sprießen die Preise derart in die Höhe, dass eine Einzimmerwohnung in München beispielsweise gerne 

Erst das Äußere, dann der Rest !

Erst das Äußere, dann der Rest !

Verändertes Aussehen

Selbstverständlich sehen wir heute nicht mehr aus wie früher. Alle paar Jahre oder besser gesagt alle paar Monate holen uns neue Trends ein. In einer Zeit, in der die Augenbrauen vieler junger Leute inspiriert von ,,Eddings´´ sind und selbst die alten Opis in Sneakers rum laufen, scheint es normal zu sein, dass Jungs in Kleidern rum laufen und Mädchen in weiten Männershirts. Wir haben eine ziemlich große Freiheit, was die Modewelt angeht, und das ist auch gut so.

Es spielt keine Rolle, welches Geschlecht du hast oder wie alt du bist. Jeder kann sich kleiden wie er will und muss keine Sorge vor Strafen haben. Merkwürdige Blicke gibt es zwar immer noch, doch besonders in Großstädten fällt selbst der ausgefallenste Look kaum aus. Noch nie konnten sich Menschen so frei, zumindest äußerlich, entfalten wie heute. Naja, in den westlicheren Ländern. Besonders alte Trends finden wieder ihre neue Blüte. Und das Aussehen ist wichtiger denn je.

Das Aussehen trägt heutzutage eine immens wichtige Rolle, ob beim Bewerbungsgespräch oder im Freundeskreis. Umso verständlicher ist es, dass wir uns ständig damit beschäftigen. Die meisten Freundesgruppen sehen sich äußerst ähnlich. Gleich und gleich versteht sich besser, doch auch im Beruf ist das Äußere nicht gleichgültig. Nicht nur gepflegt sollte man aussehen, sondern auch attraktiv. Aua !, wenn man nicht angenommen wird.

Wer beispielsweise einmal im Modegeschäft Abercrombie war, stellt fest, dass ausschließlich ,,Hübschlinge„ dort arbeiten. Oberflächlicher geht es nicht, oder? Auf Grund des anwachsenden Drucks der Gesellschaft bemängeln wir immer mehr an uns. Wenn selbst im Beruf die Attraktivität eine wichtige Rolle spielt, dann nimmt das Äußere in unsrem Alltag einen viel größeren Stellenwert ein.

Trotz der einerseits Diversität und Kreativität der Looks, stellt man ebenfalls fest, dass sehr viele Menschen sich sehr ähnlich sehen. Um nicht zu sagen, sie sehen aus wie Geschwister. In der Stadt sichtet man immer mehr, besonders junge Leute, die nicht nur fast dieselben Klamotten tragen, sondern auch die gleiche Haarlänge, Haarfarbe und selbst das Gesicht sieht gleich aus. Das liegt wohl an dem Makeup. Besonders im Trend: der unnatürliche Look. Die Augenbrauen zu dick anzumalen, unter den Augen zu hell zu sein und dem Gesicht sehr markante Konturen geben.

Irgendwie trostlos, die fehlende Individualität zu sehen. Doch auch dieser Trend des Gleichaussehens wird wieder vorbei gehen. Im aktuellsten Zeitpunkt glauben wir immer den modernsten und tollsten Stil zu haben und rückblickend können wir uns nur die Hände vor das Gesicht schlagen.

Social Media

Social Media drückt beim Aussehens Wahn meist nochmal auf die Wunde drauf. Wir vergleichen uns mit anderen und machen uns schlecht. Zu dick, zu dünn oder zu groß, aber nie sind wir genau richtig. Fragt man Menschen auf der Straße nach ihrem Aussehen, fällt ihn sofort etwas Negatives über sich ein. Es scheint fast so, als wäre es vielen Menschen unangenehm mitzuteilen, was sie schön an sich finden.

Von allen Seiten werden wir mit Idealen bestrahlt. GNTM oder Victoria Secret Models Instagram Kanäle prägen die Ideale dieser Zeit. Durch Bearbeitungsprogramme und Filter werden die eigenen Problemstellen bearbeitet. Die Fotos haben dann nur noch wenig mit der Realität zu tun. Viele trauen sich also nicht ihr wahres Aussehen zu zeigen und halten Imaginationen, wie eine porenfreie Haut, für realistisch. In der Realität gehören nun mal Cellulite und ein Bäuchlein dazu. Wir sollten das Wort ,,Problemstellte´´ streichen und ,,normal´´ draus machen.

Es gibt Hoffnung. Eine Welle eines neuen Körperbewusstseins bricht heran. Curvy Models liegen jetzt voll im Trend. Dellen und Makel im Internet zeigen, wird nun zunehmend gewöhnlicher. Keiner muss sich mehr für seinen Körper schämen. Die goldene Mitte macht es, denn weder zu dick noch zu dünn ist gesund.

Der Vergleich

Besonders schlimm, ist das Vergleichen mit anderen Menschen. Das Fatale, wir werden niemals so aussehen, wie die andere Person. Anstatt sich also anzupassen und die eigenen angeblichen Fehler zu verurteilen, sollten wir uns selbst so annehmen wie wir sind. Leichter gesagt als getan, aber Vorbilder wie das Albino Model Shaun Ross machen es vor. Sie machen aus ihren vermeintlichen Schwächen Stärken.

Jedenfalls sind Operationen und Spritzen meiner Meinung nach keine Lösung für ein besseres Selbstwertgefühl. Auf kurze Sicht fühlt man sich vielleicht besser, doch tief in einem steckt immer noch immer die Ablehnung des eigentlichen Ichs. Immer mehr Leute lassen sich unter das Messer legen. Dabei sehen die aufgequollenen starren Gesichter alle gleich aus. Viele meinen sie könnten ihr Alter mit einem Eingriff aufhalten. Sie wollen ,,bloß nicht alt werden´´ und schon gar nicht so aussehen. Eine Falte auf der Stirn wäre der Untergang.

Schade, denn wir sind doch  genau so richtig wie wir sind. Das alt werden weist doch nur eine Form von Reife und Weisheit auf. Und auch an Kinder, die mit Botox-Mamis aufwachsen, wird eine falsche Nachricht übermittelt. ,, Verändere dich, denn so wie du bist, bist du nicht richtig`´, lautet die Devise. Unsere Diversität macht uns schön. Wir müssen wieder lernen auf uns selbst zu hören und nicht auf das Sprachrohr der anderen. Würde uns unser Aussehen nur Ansatz Weise interessieren, wären wir nur von blinden Menschen umgeben?

Und noch etwas. Das Austragen von Marken hat noch kein Ende genommen. Ob auf den Taschen oder Gürteln, die Markenlogos stehen fett oben drauf. Als würden die Marken eine Superkraft beinhalten. Das offensichtliche Tragen von Marken ist für mich ein prahlerisches Statussymbol. Den Markenwahn ist mir unbegreiflich. Warum gibt man ungeheure Summen für einen Gürtel aus, der nur schreit ,, Schaut her, wie viel Geld ich habe„. Die Bescheidenheit von früher ist definitiv zurückgegangen. Heute habe ich das Gefühl muss jeder zeigen, was er hat, und es reicht nicht mehr seinen Status für sich zu behalten.

Vorurteile

Vorurteile sind kein neues Phänomenon, doch sie sind aktuell wie nie. Das urteilen fällt uns heute nun mal leichter, denn uns wird mehr angeboten. Menschen kleiden sich auf unterschiedlichste Weiße und sehr vielfältig, daher haben wir mehr Bandbreite zum Kritisieren und anprangern. Die blonde Markentussi ist gleich dumm und der Mann, der Nagellack trägt, ist schwul. So modern wie wir sind, sollten wir aufhören einander falsch einzuschätzen und in Schubladen zu stecken.

Auf Grund des Äußeren zu urteilen ist wie den Inhalt eines Buches nach seinem Cover zu bewerten. Es macht keinen Sinn. Es ist nichts unnatürliches, jemanden zunächst nach seinem Aussehen zu bewerten, doch dieser Bewertungsmechanismus sollte nicht allzu viel Raum erhalten. Vielmehr könnte man beobachten: ,, Ich bewerte gerade jemanden auf Grund seines Äußeren und das lasse ich nicht weiter zu! „.

Egal ob uns der neuste Trend und die Looks der Leute auf den Straßen nun gefällt oder nicht, es ist positiv zu sehen, dass sich Menschen trauen auszuprobieren und sich dadurch entfalten können. Wir sollten noch weiterhin für mehr Toleranz und Gleichberechtigung sorgen, aber wir sind bereits auf einem guten Weg.

Ziel ist es doch, dass sich jeder so stylt, wie er sich fühlt, ohne sich dafür zu schämen. Das heißt Männer sollten, wenn sie Lust haben Schminke und Kleider tragen dürfen und Frauen dürfen ebenfalls alles tragen, worauf sie Lust haben. Sie dürfen einen großen Ausschnitt tragen ohne dafür verpönt zu werden oder eben keine Haut zeigen. Sie dürfen das, weil sie es entschieden haben.

mehr Toleranz

Gerade die schrille Modewelt kann ein gutes Zeichen für mehr Toleranz und Gleichberechtigung setzen. Nichtsdestotrotz sollte das Äußere nicht überproportional viel Wert erhalten. Wenn wir uns als unschön empfinden, dann fühlen wir uns auch so über unser Aussehen hinaus. Die eigenen Gedanken drehen sich so viel um das Äußere, so dass der Rest gerne einmal vernachlässigt wird. Kaum zu glauben, wie viele Gedanken wir uns um eine Hülle machen. Alleine das man sagt ,, schöne Menschen sind erfolgreicher„, zeigt wie sehr wir auf das Aussehen gedrillt sind. Dies ist nicht nur ungerecht, sondern auch diskriminierend. Das Aussehen sagt nichts über den Inhalt eines Lebewesens aus.

Selbstliebe

Wer kennt es nicht ,,wenn ich die und die Figur habe, werde ich mich wieder gut fühlen„. Das ist ein riesen Quatsch, denn sobald wir ein Makel überwunden haben, suchen wir uns das Nächste. Man sollte also versuchen mit sich zufrieden zu sein und trotzdem kann man, wenn dringend erwünscht, seine Ziele umsetzen. So oft habe ich gedacht, wenn ich lange Haare hab oder keine Pickel mehr, werde ich mich mehr annehmen und nichts davon ist geschehen.

Jetzt akzeptiere ich mich und bin zufrieden mit meinen Makeln. Sie stören mich gar nicht mehr. Irgendwann kommt der Augenblick, an dem man denkt, dass diese ganzen Gedanken ums Aussehen sowas von energieverschwendend und mühselig sind, denn das Aussehen hängt so unglaublich wenig mit mir selbst, meinem Charakter, zusammen.

Zu wenig Zeit!

Zu wenig Zeit!

Weniger Zeit In Ruhe durchatmen und Kaffee trinken wird heute zunehmend schwieriger. Die Zeit scheint zu fliegen. Nie verging die Zeit so schnell wie heute. Unser subjektives Zeitempfinden wird beeinflusst von ständiger Erreichbarkeit, Kaffee to go und Fülle an Terminen. Als es noch keine E-Mails,