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Wie kann ich  aktiv dem Klima helfen? ( für Fortgeschrittene)

Wie kann ich aktiv dem Klima helfen? ( für Fortgeschrittene)

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich grundlegende Schritte gezeigt, mit denen man einfach im Alltag zum Klimaschutz beitragen kann. Wer all dies bereits berücksichtigt, aber noch mehr tun möchte, der ist hier genau richtig. Das heißt, ich gehe davon aus, dass du bereits weißt, dass 

Einfache Wege dem Klima im Alltag zu helfen

Einfache Wege dem Klima im Alltag zu helfen

Du musst kein*e Aktivist*in oder Politiker*in sein, um etwas für den Klimaschutz zu tun. Du kannst auch ganz einfach im Alltag unserer Erde helfen wieder ,,gesünder„ zu werden. Sie ist sogar auf die Hilfe jedes einzelnen angewiesen. 1.) Informiere dich. Nimm dir die Zeit über 

Wie wir heute leben- gesund uns konsumreich?

Wie wir heute leben- gesund uns konsumreich?

Ernährung

Vor einigen Jahren waren McDonalds und Co der Renner. Massenweise wurden Hamburger und Pommes verzerrt. Mittlerweile würden sich die meisten schämen zu diesem Konzern zu gehen. Gut so! Viele Leute stehen nicht mehr auf Fettiges, sondern  auf Chiasamen und glutenfrei. Gesunde Ernährung erlebt einen wahren Hype. Die Ernährung spielt eine fortwährend wichtiger werdende Rolle im Alltag der Menschen.

Sie wird durchleuchtet und auf den Kopf gestellt. Weizen ist nun schlecht und von Zucker muss man gar nicht erst reden. Auf Bewegung wird ebenfalls immer größeren Wert gelegt. Hoch im Kurs ist Yoga und Kraftsport, damit wir alle knackige runde Hintern und muskelöse Arme bekommen.

Kritiker machen sich lächerlich über die neuen Trends. Es sei zu übertrieben auf jegliches zu verzichten, was man zuvor sein ganzes Leben gegessen hat, und Ernährung sei zu einem neuen Glaubensbekenntnis geworden. Ich frage mich, was ist falsch daran sich mit seiner Ernährung genauer auseinanderzusetzen? Es ist nicht verwerflich, zu versuchen einen gesunden Lebensstil zu führen.

Schlecht, wird es dann, wenn es zu viele verschiedene gesundheitliche Trends gibt und diese bei Menschen zu gestörten Essverhalten führen. Essen ist auch ein Stück weit Lebensfreude, daher sollte die Ernährung nicht zu viele Einschränkungen haben oder gar zu Nervosität führen. Es bestehen ausreichend Essstörungen heutzutage und die ganzen Gesundheitstrends können zu einer Verstärkung oder gar zur Auslösung einer Essstörung führen. Die Einstellung:,, esse ich nun Weizen, werde ich einen Herzinfarkt bekommen„, ist definitiv problematisch, denn auf diese Weise kann Ernährung schnell zu einer Art Zwangsstörung überleiten.

Für Menschen, die nicht anfällig für psychische Erkrankungen sind, sollten die Trends allerdings gar kein Problem darstellen. Für sie, sind die Trends harmlos. Vielleicht sogar hilfreich, gesünder zu leben und ein Bewusstsein über das Essen zu erlangen. Für andere können die Trends gravierende Auswirkungen haben.

Besser ist es Eigenrecherche anzulegen und nicht jedem neuen Ratschlag zu folgen. Im Endeffekt ist es vor allem ein Privileg, dass wir bei der Wahl des Essens so wählerisch und kritisch sein können.

Vegetarisch und Vegan

Ein weiteres großes Thema ist die vegetarische und vegane Ernährung. Bei vielen Fleischliebhabern gehen hier die Alarmglocken an.  Spätestens hier schalten die Karnivoren die Ohren ab. Die vegane und vegetarische Ernährung wird zunehmend beliebter 1.

Gerade junge Menschen sind überzeugt von dem Verzicht auf Fleisch. Der Sonntagsbraten gehörte jahrelang in den Familien dazu. Nun  werden Tierrechte und nicht zu vergessen die ökologischen Folgen  bedeutsamer. Es ist nun mal  schwierig zu rechtfertigen, warum man ein Schwein, eine Kuh oder sonst was isst, obwohl das hochsensible Schwein meist nur ein Quadratkilometer hat und sich kaum bewegen kann, oder dass Nitrat in unserem Grundwasser landet 2.

Kritiker bezeichnen außerdem  viele Leute als ,, Trendvegetarier„ und auch hier kann ich sagen, was soll es? Ob Vegetarier aus Trend oder nicht ist den  Tieren egal. Man sollte natürlich aus Überzeugung Vegetarier*in sein und das auch langfristig, doch wenn man seinen Weg auf Grund der Massen, also als Mitläufer-/in gefunden hat, ist dies auch in Ordnung. Nicht nur auf Grund des Tierwohls, sondern auch auf Grund des Umweltschutzes.

Menschen die diese Überlegungen außer Acht lassen und gewissenslos Fleisch essen, sollten nochmal intensiver recherchieren, wie beispielsweise Hühner gehalten werden. Aus Trotz gegenüber des ,,neuen Trends„ weiterhin Fleisch zu essen, ist kindlicher als jeder dreijährige Junge. Der Körper braucht die Nährwerte  Eisen und B12, das ist wahr, aber dafür gibt es auch genug Nahrungsergänzungsmittel oder Ernährungsberater/innen.

Natürlich kann man niemanden etwas aufzwingen. Der eigene Wille ist noch immer die überzeugenste Kraft.

Alkohol

So sehr die Leute auch auf gesunde Ernährung achten, desto nachlässiger sind sie was ihr Alkoholverhalten angeht. Freitagabends in der Altstadt haben sicherlich 80% der Leute ein alkoholisches Getränk in der Hand. Die Leute mögen wohl alles aufgeben, nur der Alkohol, der wird immer verteidigt und gerechtfertigt.

Die Deutschen, und nicht nur die, lieben ihren Alkohol und besonders das Bier. Kritik an Alkohol will keiner hören. Eins, zwei Bier sind doch harmlos hat man lange geglaubt, doch zahlreiche Studien, darunter auch Studien der WHO, beweisen Alkohol schadet bereits in kleinen Mengen 3.

Im Endeffekt ist Alkohol nichts anderes als eine legale Droge. Die Folgen wie Abhängigkeit, Leberzirrhose und die verringerte Gedächtnisleistung, werden einfach abgetan oder ignoriert. Häufig hört man dieselbe Antwort, wenn die Gefahren von Alkohol beschrieben werden: ,,Muss man den allen Spaß verbieten? Ich kann genauso gut morgen vom Auto angefahren werden! So  habe ich mein Leben wenigstens gelebt„.

Nein, man muss nicht jeden Spaß verbieten. Es verlangt keiner einen Verzicht auf alle Genussmittel. Lediglich einen bewussteren und verantwortungsvolleren Umgang. Besoffene Menschen sind einfach nur peinlich und unattraktiv. Das Argument man könne genauso gut vom Auto angefahren werden, ist schwachsinnig. Erstens, die wenigsten sterben durch Unfälle und zweitens müsste man nach dem Argument in den Tag hinein leben und das tun die wenigsten.

Wenn es um die Verteidigung des Alkohols geht, werden die Stimmen schon laut. Im Endeffekt muss jeder für sich selbst entscheiden, was er tut, doch daran zu denken, dass wir Menschen unbewusst beeinflussen, hilft vielleicht sein Verhalten zu überdenken. Wenn wir das nächste Mal vor den Augen 12jähriger  betrinken wollen, überlegen wir es uns vielleicht zweimal.

Wir sind unbewusst Vorbilder. Zumindest ist die Anzahl der Raucher etwas rückläufiger geworden.4

Konsum

Darüber hinaus wird unsere Gesellschaft durch ein bestimmtes zügelloses Verhalten gekennzeichnet. Der Konsum. Wir konsumieren heute so viel, wie nie zuvor. Es steht uns alles kostengünstig zur Verfügung, jederzeit. Das verlockt natürlich. Besonders in einer so schnelllebigen Zeit, in der der nächste Trend schon am Morgen an der Tür klopft.

Noch schwerer ist es den Konsum zu widerstehen, wenn jeder mit den neusten Schuhen herumläuft oder das neuste Küchengerät besitzt. Leider gibt es auch hier wieder schädliche Folgen. Es ist kein Geheimnis, dass unser Konsumverhalten den Platen zerstört und Menschen fern ab von uns ausgebeutet werden.

Pro Kilogramm Baumwolle wird durchschnittlich 10.000 l Wasser verbraucht 5. Außerdem macht uns der Konsumwahnsinn  unglücklich, denn wir wollen immer mehr und können uns nicht mehr befriedigen. Konsum ist nun mal nichts anderes als eine Sucht. Eine Droge, von der wir immer mehr haben wollen.

Wirklich Wahnsinn, wie manche Leute jede Woche, die Läden leer shoppen ohne über die Folgen für den Globus nachzudenken. Durch die Möglichkeit auch noch Onlineshopping zu betätigen, können wir noch bequemer einkaufen bis zum Umfallen. Mit den Klamotten, die es momentan auf der Erde gibt, könnte man sicherlich die ganze Menschheit versorgen. Ohne das je wieder etwas Neues produziert werden müsste. Das wollen wir allerdings nicht, denn Jacken von 2013 zu tragen, wäre ,,peinlich„.

Lieber produzieren wir mehr und mehr ohne Rücksicht auf Verluste. Glücklicherweise erkennen mittlerweile immer mehr Menschen, dass es so nicht weitergehen kann. Stichwort Nachhaltigkeit  rückt weiter in den Fokus der Menschen.

Influnecer können hier beispielsweise einen positiven Beitrag leisten und Leute aufklären und zur nachhaltigen Lebensweise animieren. Second Hand Läden sind zum Beispiel eine Möglichkeit ohne schlechtes Gewissen einkaufen zu gehen und anstatt seine alten Klamotten in Kleidertonnen zu werfen, die bekannter Weise die Wirtschaft in Afrika ruinieren, könnte man seine Kleidung verkaufen oder zu sozialen Einrichtungen bringen.

Unser Konsum ist dermaßen exzessiv, dass es nicht mehr feierlich ist. Wir können froh sein, dass diese Droge uns im unmittelbaren Maß nicht tötet, sonst wäre ein bemerkenswerter Anteil der Menschen nicht mehr unter uns. Es ist jedoch nicht zu spät damit aufzuhören und sich selbst  zu stoppen dem Konsumrausch zu verfallen. Zum Glück realisieren von Zeit zu Zeit mehr Menschen, dass ,,weniger mehr„ ist.

Das Problem ist, unsere Wirtschaft baut unter anderem auf unserem exzessiven Konsum auf. Langfristig gesehen, können wir nicht den Wohlstand unseres Landes durch Umweltschädigendes und Menschenunwürdiges Verhalten garantieren. Der Preis der Ware wird wohl in Zukunft zunehmen, und so klingt unser Konsum sowieso ab. Abgesehen davon benötigen wir andere Alternativen, die vermutlich vermehrt in Umweltinvestitionen zu finden sein werden.

Drinnen statt draußen

Heutzutage verbringen wir viel Zeit mit Videos und Serien  schauen. Früher sagte man, ,, davon werden die Augen viereckig„. Den Mythos glaubt keiner mehr, aber was stimmt, ist das man die Zeit auch sinnvoller Nutzen könnte. Ganz aufhören mit Serien schauen, erwartet niemand. Wieso auch? Es macht Spaß Serien anzuschauen und sich in eine andere Welt hineinzuversetzen.

Verzichtet man jedoch mal ein Tag auf den ganzen Serien und Videokram sieht man bereits, wie viel man in der Zeit schaffen konnte. Anstatt ein Video zu schauen, hat man vielleicht Klavier geübt.

Auf keinen Fall will ich damit sagen, dass wir unsere Zeit andauern produktiv verbringen sollten, denn auch das kann zu großem Stress und Druck führen. Es herrscht sowieso bereits ein Produktivitätswahn. Von allen Seiten hört man Tipps, wie man seine Zeit produktiv gestalten soll. Dies setzt natürlich enorm unter Druck und Vergleiche mit anderen können einen fertig machen.

Vergleiche sind sowieso nichtssagend, denn wir alle sind unterschiedlich. Der eine kann den ganzen Tag Sport machen und anschließend noch an einer Fortbildung teilnehmen, während der andere eben nicht die Kraft dazu hat.Vielmehr geht es, um die Balance zwischen den ganzen Tag nur rum hängen und etwas Produktives tun, das einen auch weiter bringt. Andauernd Sendungen wie ,,Adam sucht Eva„ zu schauen verblödet meiner Meinung nach.

Folglich verbringen wir  mehr Zeit drinnen, in  den geschlossenen vier Wänden. Immer wieder höre ich die älteren Generationen erzählen ,, Früher haben wir viel mehr draußen gespielt`´. Kinder verbringen wahrscheinlich tatsächlich mehr Zeit drinnen an ihrer Play Station und anderen Gaming Spielen.

Dies ist allerdings nun mal der Geist unserer Zeit. Man sollte als Eltern  meiner Meinung nach nicht verbieten  Computerspiele spielen zu dürfen, denn so  werden die Kinder nur zur Zielscheibe anderer Kinder,  doch auch hier gilt, die Balance macht es. Ein Ausgleich zwischen Aktivitäten drinnen und draußen zählt.

Trotzdem ist es ein erschreckender Gedanke, dass wir die Mehrheit unseres Lebens drinnen, im sozusagen ,,künstlichen´´ verbringen. Das Draußen sein, hat dabei erhebliche Vorteile. Wir sind entspannter und ruhiger. Außerdem sorgt die Farbe Grün für eine verbesserte Leistungsfähigkeit 6. Die Luft ist meist angenehmer und wir konzentrieren uns besser. Und die Konzentration ist gerade das, was uns fehlt. Da wir an Multitasking gewöhnt sind, fällt es uns so schwer, uns auf nur eine Sache zu konzentrieren und  fokussieren.

Kleines Fazit

Es scheint mir als wäre unser Lebensstil weniger von Gelassenheit und mehr von Idealen geprägt. Wir versuchen uns an ein Leitbild zu halten, doch bei den Überfluss an Tipps, wie man sich nun ,,richtig´´ zu verhalten, zu ernähren oder  zu schlafen hat, kommen wir ins Schwanken und sind manchmal ratlos überfordert. Das Bauchgefühl ist meiner Meinung nach noch immer der beste Indikator, dem für sich persönlich ,,richtigen´´ Weg zu folgen, denn den ,,einen´´ Weg gibt es nicht.

Quellen:

1)https://proveg.com/de/pflanzlicher-lebensstil/vegan-trend-zahlen-und-fakten-zum-veggie-markt/

3)http://www.euro.who.int/de/health-topics/disease-prevention/alcohol-use/news/news/2018/09/there-is-no-safe-level-of-alcohol,-new-study-confirms

3)https://www1.wdr.de/wissen/natur/nitrat-grundwasser-politik-100.html

4)https://de.statista.com/statistik/daten/studie/596628/umfrage/anzahl-raucher-in-deutschland/

5)https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/umwelt/durstige-baumwolle-8000-liter-wasser-fuer-jeans

6)https://www.hafawo.at/freizeit/wie-wichtig-ist-frische-luft-fuer-unsere-gesundheit/

 

Großstadtboom- was zieht die Menschen in die Städte

Großstadtboom- was zieht die Menschen in die Städte

Großstadtfieber Es herrscht derzeit ein regelrechter Großstadtboom. Die Menschen wollen in die Städte. Egal ob alt oder jung. Großstadtflair ist angesagt. Dies bleibt nicht ohne Folgen, denn wie wir alle feststellen, sprießen die Preise derart in die Höhe, dass eine Einzimmerwohnung in München beispielsweise gerne 

Erst das Äußere, dann der Rest !

Erst das Äußere, dann der Rest !

Verändertes Aussehen Selbstverständlich sehen wir heute nicht mehr aus wie früher. Alle paar Jahre oder besser gesagt alle paar Monate holen uns neue Trends ein. In einer Zeit, in der die Augenbrauen vieler junger Leute inspiriert von ,,Eddings´´ sind und selbst die alten Opis in 

Zu wenig Zeit!

Zu wenig Zeit!

Weniger Zeit

In Ruhe durchatmen und Kaffee trinken wird heute zunehmend schwieriger. Die Zeit scheint zu fliegen. Nie verging die Zeit so schnell wie heute. Unser subjektives Zeitempfinden wird beeinflusst von ständiger Erreichbarkeit, Kaffee to go und Fülle an Terminen.

Als es noch keine E-Mails, WhatsApp etc. gab, mussten die Menschen auf mühsame Weise einen Brief schreiben, ihn zur Post bringen und auf Antwort warten. Also wurden E-Mails erfunden, um Zeit zu sparen und eine größere Effizienz zu ermöglichen. Allerdings haben wir durch diese Erfindung noch weniger Zeit. Wir sitzen nicht mehr an einer Email, sondern an 30 gleichzeitig. Wir erhalten unmittelbar Antwort und müssen ständig reagieren. Im Privatleben sieht es ähnlich aus. Durch die ganzen Nachrichtendienste sind wir live im Gespräch und können der „online„ Anzeige gar nicht so leicht entweichen.

Politiker, Ärzte oder im Allgemeinen Experten können sich weltweit jederzeit austauschen. Es fallen daher ständig neue Entscheidungen. Sie fallen so oft und so schnell, dass wir sie gar nicht alle mitbekommen. Dies führt zu Intransparenz, hat allerdings auch Vorteile zu bieten. Probleme werden schneller gelöst und verhandelt. In den Medien vor allem den sozialen, herrscht ebenfalls ein unfassbar schnelles Tempo. Ein Bild wird hochgeladen und schon verschwindet es wieder hinter 1000 Bildern die gleichzeitig hochgeladen wurden. Jede Sekunde ein neuer Klick. Klick, klick, klick…

Heutzutage werden zeitliche und räumliche Distanzen aufgehoben. Die Anforderungen sind somit andere. Ein Chef oder Chefin erwartete früher eine erledigte Aufgabe zu einem bestimmten Zeitpunkt. Heute erwarten sie vielleicht fünfmal so viel zu dem gleichen oder noch kürzeren Zeitpunkt. Kein Wunder, dass die meisten Leute ihre Zeit nur mit Arbeiten verbringen. Am Abend Zuhause angekommen, fragen sie sich, ,, Oh, wo ist die Zeit hin? „. Die Zeit scheint uns aus den Händen zu gleiten. Vor allem weil viele Menschen ihre Tätigkeiten gar nicht bewusst wahrnehmen, sondern viel mehr in Gedanken abschweifen. Ein Einfaches ,, Ich bin gerade im Büro und arbeite am Fall xy„, hilft bewusst wahrzunehmen und zu realisieren, wozu wir unsere Zeit verwenden.

Zeit vergeuden

Zu wenig Zeit alles unter einen Hut zu bekommen, ist das Problem der meisten Menschen. Wir wollen so vieles in so kurzer Zeit wie möglich schaffen. Das entspricht überhaupt nicht unserem Ursprung. Unsere Vorfahren konnten auch keine Mammuts jagen und gleichzeitig noch ein paar Fische. Daher brauchen wir Geduld und wir müssen Prioritäten setzen. Schritt für Schritt wie man so schön sagt. Wir wollen doch nicht am Ende unseres Lebens sagen, ,, womit habe ich eigentlich meine Zeit vergeudet, ich hätte doch so gerne…„.

Ein Problem vieler Leute ist doch, dass sie ihre Zeit mit Dingen verbringen, die sie überhaupt nicht glücklich machen. Ein enger Verwandter meinerseits arbeitet in einer Firma, die ihm den Hals umdreht und in der er nur fertig gemacht wird. Dabei sucht er sich selbst aus, was er tut. Naiv mag man es nennen, wenn ich behaupte, dass wir unsere Entscheidungen selbst treffen, und uns aussuchen können, wofür wir unsere Zeit opfern. Nicht jeder hat diese Gelegenheit.

Manche haben nun mal weniger die Wahl und müssen einen unliebsamen Job erledigen, doch viele haben genau diese Wahl. Nur der Mut fehlt. Zudem hat das meiste im Leben mit der Einstellung zu tun. In der Psychologie spricht man auch von ,,Selffulfilling- prophecy´´ 1. Denke ich also beispielsweise negativ, ziehe ich auch das Negative an. Uns stehen heutzutage unendlich viele Türen offen, dementsprechend viele Chancen haben wir unsere Zeit zu nutzen.

Heute herrscht wohl eher ein Überangebot an Beschäftigungen. Serien, Zocken, shoppen oder joggen? Das Überangebot überfordert. Soweit dass man im Endeffekt nur liegen bleibt und gar nichts tut. Und gar nichts tun, heißt am Handy rum daddeln. Denn gar nichts tun, können die wenigsten. Immer brauchen wir eine Beschäftigung. Entweder läuft Musik, der Fernsehen im Hintergrund. Jedenfalls sitzen wir nicht einfach nur rum und beobachten. Zur Ruhe kommen können wir gar nicht mehr. Kleiner Tipp: Einfach mal 10 min sitzen und gar nichts machen.

Mehr Stress

Stress ist ein Problem, mit dem heute viele zu kämpfen haben. Ob auf der Arbeit, in der Beziehung oder mit sich selbst. Und gerade weil wir kaum zur Ruhe kommen, kann sich der Stress frei entfalten.
Kein Wunder, dass wir glauben wir hätten nie Zeit, wenn wir nie wirklich im hier und jetzt sind, sondern ganz woanders.

Vom Thema Stress ist fast jeder betroffen. Im Beruf oder privat, dem Stress können die wenigsten ausweichen. Die Zeit spielt dabei eine immens wichtige Rolle. Falsch eingeteilte Zeit und dadurch resultierend zu wenig Zeit, löst Stress aus. Von morgens bis abends rennen wir Verpflichtungen und Anforderungen hinterher. Dabei nehmen wir uns kaum Zeit den Moment wahrzunehmen.

Wir sind immer einen Schritt weiter. Der Druck nicht alles zur richtigen Zeit hinzubekommen, seine Zeit nicht sinnvoll zu nutzen und zu wenig Zeit für all seine Pläne zu haben, stresst. Deswegen nehmt euch die Zeit um zu priorisieren um runter zu kommen und um das Leben nach seinen Wünschen zu gestalten und nicht die der Zeit.

Die Zeit vergeht, immer. Doch was wir aus ihr machen, haben wir in der Hand. Sich zu wenig Zeit für die Dinge zu nehmen, die wir lieben, ist definitiv falsch investierte Zeit. Um also weniger Stress zu erzeugen, sollten wir erstmal die Anforderungen an uns runter schrauben und anschließend sich in Ruhe Zeit für die bevorstehenden Tätigkeiten nehmen.

Beruflich ist das mit Sicherheit schwerer umzusetzen, denn legen wir die Dokumente nicht dann und dann vor, werden wir entlassen. Das ist ein globales Problem. Die Welt benötigt Entschleunigung. Wenn die Obersten nicht bald damit anfangen, mehr Zeit zu geben und zu nehmen, bleiben die Folgen nicht aus. Burnouts und Co nehmen dann Überhand.

Wenig Zeit zu haben, bedeutet ebenfalls ungesunde Lebensgewohnheiten zu entwickeln. Anstatt zu kochen, wird zum Beispiel Fastfood gegessen und auf Sport verzichtet. Wer den ganzen Tag mit der Arbeit beschäftigt ist, der lehnt abends eher Bewegung ab, aber gönnt sich dafür ein Bier. Darüber hinaus schlägt der Puls sehr schnell und der Körper ist auf Spannung.

Zusätzlich wird durch Multitasking versucht, sehr vieles unter einen Hut zu bekommen, allerdings klappt dies nur so semi- gut, denn wir sind nicht mehr in der Lage eine Aufgabe richtig zu machen, sondern viele etwas durchwachsen zu machen. Gelingen uns die Aufgaben, die vor uns liegen also nicht so gut, liegt das an der fehlenden Aufmerksamkeit für nur eine Aufgabe.

Zeit nehmen

Was heutzutage auch fehlt, ist, dass sich jemand richtig Zeit für dich nimmt. Besonders Dienstleister nehmen sich kaum Zeit für ihre Kunden und Gäste. Beim Arzt wird man schnell abgefertigt wie im Massenbetrieb. Dies ist nicht die Schuld der Ärzte, sondern an der hohen Nachfrage und unzureichendem Angebot. Für einen Teil mag wohl auch die Geldgier eine Rolle spielen. Jedenfalls hat man das Gefühl egal wo man ist einer von vielen zu sein und schnell wieder weg zu müssen.

Wer nimmt sich heute schon richtig viel Zeit für einen? Wenn, dann hat es nur mit Geld oder extrem großer Großzügigkeit zu tun. Das letztere ist selten, doch wenn es vorkommt, dass sich jemand Zeit für dich aus vollem Herzen nimmt, dann ist besonders und wunderschön. Selbst unter manchen Freundschaften ist man nur eine Verabredung von vielen.

Unter Freunden lässt sich das Problem des Zeit Lassens noch eher lösen, aber wie kann man Dienstleister und Geschäftsleute dazu bringen? Das Angebot müsste auf jeden Fall zu nehmen, was allerdings auch heißen würde, dass weniger Profit gemacht wird. Der Profitgedanke ist allerdings für viele existenziell wichtig und für andere ein Streben, dass unabwendbar ist. Ob es eine Lösung für das Problem gibt, ist fraglich, denn der Wille der Dienstleister sowie die Gesetze von oben, die beispielsweise nur wenige Ärzte werden lassen, spielen eine sehr wichtige Rolle.

Der Alltag als Terminkalender

Der Alltag ist zu einem Terminkalender geworden. Von einem Termin springen wir zum nächsten und lassen und davon treiben. Arbeiten bis 17 Uhr, danach zum Zahnarzt, dann kochen und um spätestens 22Uhr ins Bett. Viele teilen ihren Tag nach Zeitangaben ein, selbst am Wochenende. Dies hilft natürlich zur Strukturierung und Erreichung der Ziele des Tages. Wer Kinder hat muss sich nun mal die Zeit gut einteilen.

Doch wir sind so darin gefangen, dass der Umbruch außerordentlich schwer fällt. Einfach mal nach dem Bauchgefühl entscheiden lassen, wie der Tag aussieht oder sich den ganzen Tag Zeit nehmen um sich Zeit zu nehmen, fällt schwer, ist aber ein befreiendes und erfrischendes Gefühl. Sich hin und wieder ganz viel Zeit für etwas zu nehmen, lässt einen runter kommen und beruhigen.

Wenn man nämlich nur nach einem Terminkalender lebt, kann das Leben, also das willkürliche Geschehen und der Zufall, an einem vorbei rauschen. Struktur ist für den Alltag wichtig, aber sie lässt auch wenig Spielraum für die teuren Momente des Lebens. Die Zeit wird gar nicht wertgeschätzt. Doch wie oft denken wir zurück und würden die Zeit gerne zurück drehen, Zeit mit dem Menschen verbringen, die wir geliebt haben und die Zeit mehr genießen. Die Zeit ist unaufhaltbar, doch wenn wir sie ganz bewusst und dankbar wahrnehmen, bleibt die Zeit ganz tief in uns stehen und hält für immer an.

Der Inhalt der Zeit

Die Zeit hat so viel an Inhalt zugenommen. In der heutigen Zeit ist das morgen schon ganz anders als das gestern. 20 Jahre zuvor bringt eine ganz andere Zeit mit sich als das heute. Alles ist im Wandel, ständig. Wir treffen andauernd neue Entscheidungen und fallen Urteile, die noch vor einem Jahr ganz anders galten. Wir leben in einer Zeit voller Umbrüche und Entwicklungen.

Minoritäten werden beispielsweise bestärkt und digitale Geräte werden unabdingbar gemacht. In zehn Jahren, vielleicht sogar fünf wird es etwas geben, was uns heute, genau jetzt, undenkbar oder unvorstellbar erscheint. Den Überblick über das heutige Zeitgeschehen zu behalten, ist eine Herausforderung.

Wir machen immer weiter und stagnieren nicht. Das ist die einzige Konstante, die unsere Zeit definiert. Heute heißt Wandel und Änderung. Bei der ganzen Unübersichtlichkeit dürfen wir uns nicht verlieren und die Veränderungen verpassen. Wir müssen sie mitgestalten und uns nicht nur auf der Welle der Zeit tragen lassen. Veränderungen sind immer eine gute Chance, Dinge besser zu machen.

Die Zeit, eines der wertvollsten Geschenke, die wir haben und wir behandeln sie so gleichgültig.