Krisenmanagement: wie man aus dem Jammern raus kommt

Krisenmanagement: wie man aus dem Jammern raus kommt

Krisenmanagement und wie man aus dem Jammern rauskommt

Wie will ich mit den Krisen der heutigen Zeit umgehen?

 

Eine Bekannte berichtete mir neulich, dass sie nicht mehr für diese Welt gemacht sei. Es ginge ihr alles zu schnell, zu vernetzt, zu viel. Dieses Gefühl der Überforderungen, der Reizüberflutung, ist in dieser globalisierten Welt nicht verwunderlich. Insbesondere nachdenkliche und sensible Menschen werden mit hunderten von Informationen, Dramen und Krisen überrollt und überfordert. Unsere Welt wird gefühlt immer schneller und es gibt nirgendswo keine Probleme. Klimakrise, Armut oder schlimme Diktatoren. All das sind Realitäten, die wenig positiv stimmen.

( Es gibt natürlich auch sehr positive Entwicklungen, doch in diesem Beitrag geht’s nun mal um Krisen).

Meiner Meinung nach gibt es zwei Optionen, um mit den heutigen Krisen umzugehen: sich stellen oder weichen.

Entweder man stellt sich den Herausforderungen dieser Zeit und versucht zu handeln oder man lässt es eben sein.

 

Option A

Selbstverständlich kann man sich nicht jeder Herausforderung dieser Welt stellen, doch man kann sich persönliche Schwerpunkte heraussuchen, an denen man arbeiten will und die Welt im Kleinen ,,verbessern“ möchte. Entscheidet man sich dann für diese Schwerpunkte kann man aktiv werden. Parteipolitisch oder in aktivistischen Gruppen, zum Beispiel.

Das hat den Vorteil, dass man sich selbst wirksam und proaktiv fühlt, sich also nicht nur umsieht und beschwert, sondern tatsächlich etwas tut. Der Nachtteil ist sich permanent mit Problemen herum wälzen zu müssen und eventuell auch mal nicht weiter zu kommen.

 

Option B

Die zweite Option ist sich bewusst gegen die Auseinandersetzung mit den Krisen zu entscheiden. Das bedeutet, dass man reflektiert entscheidet, sich nicht mit den Krisen der heutigen Zeit zu beschäftigen. Sie also nicht an sich heranzulassen und konsequenterweise auch nicht mehr davon herunterziehen zu lassen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Im Kern eint sie doch, dass man nicht von negativer Energie überschwemmt werden möchte und seine Zeit und Gedanken lieber nach etwas ,,Schönerem“  richtet.

 

Eine Entscheidung ist wichtig

Ich denke es ist früher oder später wichtig für sich die richtigen Entscheidungen zu treffen, um sich im Klaren zu sein, wie man mit der Komplexität dieser Zeiten umgeht. Eine Entscheidung mit Krisen umzugehen, kann befreien, weil man für sich Antworten findet und sich eventuell von Lasten löst. Auch von der Last nicht zu wissen, wie man mit den vielen negativen Nachrichten umgeht.

Die Option A : ,,Ich stecke meine Kraft in Herausforderungen, weil ich an eine bessere Welt glaube“ oder eben die Option B: ,,Ich möchte mich nicht mit Krisen beschäftigen, von denen ich glaube nichts verändern zu können“ sind beide vollkommen legitim und nachvollziehbar.

Auch hier gibt es nicht nur schwarz und weiß. Beide Positionen können sich über die Zeit verändern und selbstverständlich heißt es nicht, nur weil man sich für eine Seite entschieden hat, dass man schließlich auch zu 100% darin aufgeht und konsequent ist. Die wenigsten werden entweder gar nicht mehr über schlechte Nachrichten jammern oder 24/7 super aktiv und engagiert sein.

Das ist auch nicht weiter tragisch, solange man seine Richtung im Hinterkopf behält und für sich weiß, wie man in einer krisenbehafteten Zeit klarkommen möchte.

 

Probleme sich einer Option anzuschließen

Es ist aber gar nicht so leicht zu wissen, welche Option nun für einen die passendere ist. Bei der Entscheidung stehen Hürden im Weg wie die Fragen, wo und wie man überhaupt etwas bewirken kann oder in welchen Schwerpunkt man beispielsweise aktiv sein möchte.

Viel entscheidender ist aber, dass  man erstmal, materialistisch betrachtet, die Ressourcen zur Verfügung haben muss, sich zu engagieren und Zeit investieren zu wollen. Die Entscheidung, wie man mit den großen Krisen umgeht, setzt voraus, dass man  selbst nicht allzu viele persönliche Krisen meistern muss, also dass man sich überhaupt ,,erlauben“ kann global und größer zu denken.

Wer jedoch dazu in der Lage ist, dem hilft sicherlich die Reflexion des Krisenmanagements. Sie hilft nämlich dabei seine Energie ,, sinnvoll“ zu investieren und aus einem ständigen und einzigen Jammern herauszukommen.

 



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