Aktiv gegen den Klimawandel werden – 19 Forderungen

Aktiv gegen den Klimawandel werden – 19 Forderungen

Im Folgenden habe ich Forderungen aus Sven Plögers Buch* zusammengefasst, die jede*r an seine*n Abgeordnete*n (Datei unten angehängt, kann bearbeitet werden) schicken kann, um konkrete Klimaschutzmaßnahmen einzufordern.

 Dein*e Bundestagsabgeordnete*r, zu finden unter diesem Link: https://www.bundestag.de/abgeordnete/wahlkreise/

Europa Abgeordnete*r deines Bundeslandes: https://www.europarl.europa.eu/germany/de/europ%C3%A4isches-parlament/abgeordnete-f%C3%BCr-nordrhein-westfalen

 

Die Anregungen:

1.) Im Vertragstext des geplanten EU Handelsabkommen mit den Mercosur- Staaten gibt es bisher keine Sanktionen für Verstöße des Pariser Klimaabkommens. Dies läuft die Gefahr, dass Umweltstandards nicht eingehalten, und die Regenwälder in Südamerika weiterhin massiv abgeholzt werden. Ich plädiere daher für eine Ergänzung verbindlicher Umweltstandards im Vertragstext, die die Pariser Klimaziele berücksichtigen.

2.) Die EU sollte auf eine ,,entwaldungsfreie Lieferkette„ beharren. Die ,,Initiative Lieferkettengesetzt„ setzt sich für Menschenrechte und Umweltstandards ein. Deutschland sollte sich dieser Initiative anschließen, so könnten deutsche Importe für Umweltschäden der Herkunftsländer aufkommen, und es gäbe ein Stück weit mehr Klimagerechtigkeit.

3.) Der Ausstieg des Biodiesels muss schneller als im angestrebten Jahr 2030, des EU Parlaments, erfolgen. Das im Biodiesel verwendete Palmöl zerstört Regenwälder und kann daher nicht noch weitere Jahre geduldet werden. Es muss ein schnellerer Ausstieg möglich gemacht werden.

4.) Agrarsubventionen sollten beendigt werden, da sie meist zu erhöhten Viehbesatz führen, und die dadurch resultierende Überdüngung,  die Meere verschmutzt.

 

 

5.) Stickstoffüberschüsse auf den Höfen müssten mit einer Abgabe sanktioniert werden, so könnten beispielsweise Milchbauern*innen ein Feedback zu ihren externalisierten Kosten erhalten und der Gülleschwall würde eingedämmt.

6.) Ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetikprodukten wäre eine sinnvolle Maßnahme, um Plastik weiterhin zu reduzieren.

7.) Moore sind einer der natürlichsten und effizientesten Kohlenstoffsenken, daher sollte keine Ackernutzung mehr auf Moorgebieten erlaubt sein und entwässerte Moore müssen Schutz und Wiederaufbau erfahren.

8.) Erneuerbare Energie sollen weiter ausgebaut und gefördert werden. Für Privatpersonen und Unternehmen sollte es Anreize geben, in erneuerbare Energie zu investieren, und der Abbau der fossilen Energieträger muss schnellst möglich erfolgen. Der Kohleausstieg in Deutschland bis spätestens 2030.

9.) Verbraucher benötigen mehr Rechte auf reparable und langlebige Geräte, die beispielsweise einen austauschbaren Akku beinhalten, sowie keinen weiteren Export des Elektronikschrotts und  dafür eine zunehmende Konzentration auf Recycling Prozesse.

 

 

10.) Klimaschädliche Mobilität braucht eine Preiserhöhung, die gewonnenen Einnahmen können dann wiederum für den Ausbau des ÖPNV und der Radstraßen verwendet werden. Genauso sollte es weitere Tempolimits auf den Autobahnen geben.

11.) Die Prämie der Plug- in- Hybride muss rückgängig gemacht werden, denn das Auto ist schwerer als gewöhnliche und verbraucht folglich auch mehr Sprit.

12.) Ware sollte zukünftig wieder mehr auf Schienen geliefert werden, und dies geschieht sinnvollerweise, in dem Lkws Mautsätze zahlen müssen.

13.) Ein Verbot inländischer Flüge würde zur Einsparung des CO2 Gehalts führen.

14.) Die EU könnte sich auf eine Kerosinbesteuerung einigen und die Zugstrecken innerhalb und zwischen den EU-Ländern könnte attraktiver gemacht werden.

15.) Alle Eigentümer*innen von  Neubauten sollten verpflichtet sein, Energiestandards zu erfüllen.

 

 

16.)Für die Einhaltung der Klimaschutzziele muss die Agrarfinanzierung reformiert werden. Die Agrarausgaben nehmen den größten Teil im EU Haushalt ein. Die Zahlungen an die Betreibe hängen von der Fläche ab, und so ist es für Bauer*innen am ökonomischsten ihre Betreibe auszubauen und mehr Tiere anzuschaffen, die wiederum umweltschädlich sind. Stattdessen könnte es ein ,,Ökopunktesystem„ für Landwirte mit besonderen Leistungen geben.

17.)Klimaschädliche Produkte könnten im Preis erhöht werden. Eine Fleischabgabe wäre beispielsweise eine Maßnahme, um den ,,wahren„ Preis zu zahlen.

18.) Angaben auf Produkten, wie viel CO2e bei der Herstellung verbraucht wurde, würde Konsumenten*innen Klarheit schaffen.

19.) Was ist regional? Der Begriff der vermehrt auf Produkten zu finden ist, ist nicht eindeutig definiert und daher irreführend für Konsumenten*innen.

 

 

*Quelle: Zieht euch warm an, es wird heiss!, geschrieben von Sven Plöger,  ISBN:9783864892868

***Datei***->

Brief an seinen Abgeordneten

und zusätzlich als Petition auf changeorg :

https://www.change.org/p/umweltministerium-konkrete-klimaschutzma%C3%9Fnahmen-jetzt/dashboard?source_location=user_profile_started



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