Monat: Juli 2020

Wie kann ich  aktiv dem Klima helfen? ( für Fortgeschrittene)

Wie kann ich aktiv dem Klima helfen? ( für Fortgeschrittene)

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich grundlegende Schritte gezeigt, mit denen man einfach im Alltag zum Klimaschutz beitragen kann. Wer all dies bereits berücksichtigt, aber noch mehr tun möchte, der ist hier genau richtig. Das heißt, ich gehe davon aus, dass du bereits weißt, dass 

Einfache Wege dem Klima im Alltag zu helfen

Einfache Wege dem Klima im Alltag zu helfen

Du musst kein*e Aktivist*in oder Politiker*in sein, um etwas für den Klimaschutz zu tun. Du kannst auch ganz einfach im Alltag unserer Erde helfen wieder ,,gesünder„ zu werden. Sie ist sogar auf die Hilfe jedes einzelnen angewiesen. 1.) Informiere dich. Nimm dir die Zeit über 

Wie wir heute leben- gesund uns konsumreich?

Wie wir heute leben- gesund uns konsumreich?

Ernährung

Vor einigen Jahren waren McDonalds und Co der Renner. Massenweise wurden Hamburger und Pommes verzerrt. Mittlerweile würden sich die meisten schämen zu diesem Konzern zu gehen. Gut so! Viele Leute stehen nicht mehr auf Fettiges, sondern  auf Chiasamen und glutenfrei. Gesunde Ernährung erlebt einen wahren Hype. Die Ernährung spielt eine fortwährend wichtiger werdende Rolle im Alltag der Menschen.

Sie wird durchleuchtet und auf den Kopf gestellt. Weizen ist nun schlecht und von Zucker muss man gar nicht erst reden. Auf Bewegung wird ebenfalls immer größeren Wert gelegt. Hoch im Kurs ist Yoga und Kraftsport, damit wir alle knackige runde Hintern und muskelöse Arme bekommen.

Kritiker machen sich lächerlich über die neuen Trends. Es sei zu übertrieben auf jegliches zu verzichten, was man zuvor sein ganzes Leben gegessen hat, und Ernährung sei zu einem neuen Glaubensbekenntnis geworden. Ich frage mich, was ist falsch daran sich mit seiner Ernährung genauer auseinanderzusetzen? Es ist nicht verwerflich, zu versuchen einen gesunden Lebensstil zu führen.

Schlecht, wird es dann, wenn es zu viele verschiedene gesundheitliche Trends gibt und diese bei Menschen zu gestörten Essverhalten führen. Essen ist auch ein Stück weit Lebensfreude, daher sollte die Ernährung nicht zu viele Einschränkungen haben oder gar zu Nervosität führen. Es bestehen ausreichend Essstörungen heutzutage und die ganzen Gesundheitstrends können zu einer Verstärkung oder gar zur Auslösung einer Essstörung führen. Die Einstellung:,, esse ich nun Weizen, werde ich einen Herzinfarkt bekommen„, ist definitiv problematisch, denn auf diese Weise kann Ernährung schnell zu einer Art Zwangsstörung überleiten.

Für Menschen, die nicht anfällig für psychische Erkrankungen sind, sollten die Trends allerdings gar kein Problem darstellen. Für sie, sind die Trends harmlos. Vielleicht sogar hilfreich, gesünder zu leben und ein Bewusstsein über das Essen zu erlangen. Für andere können die Trends gravierende Auswirkungen haben.

Besser ist es Eigenrecherche anzulegen und nicht jedem neuen Ratschlag zu folgen. Im Endeffekt ist es vor allem ein Privileg, dass wir bei der Wahl des Essens so wählerisch und kritisch sein können.

Vegetarisch und Vegan

Ein weiteres großes Thema ist die vegetarische und vegane Ernährung. Bei vielen Fleischliebhabern gehen hier die Alarmglocken an.  Spätestens hier schalten die Karnivoren die Ohren ab. Die vegane und vegetarische Ernährung wird zunehmend beliebter 1.

Gerade junge Menschen sind überzeugt von dem Verzicht auf Fleisch. Der Sonntagsbraten gehörte jahrelang in den Familien dazu. Nun  werden Tierrechte und nicht zu vergessen die ökologischen Folgen  bedeutsamer. Es ist nun mal  schwierig zu rechtfertigen, warum man ein Schwein, eine Kuh oder sonst was isst, obwohl das hochsensible Schwein meist nur ein Quadratkilometer hat und sich kaum bewegen kann, oder dass Nitrat in unserem Grundwasser landet 2.

Kritiker bezeichnen außerdem  viele Leute als ,, Trendvegetarier„ und auch hier kann ich sagen, was soll es? Ob Vegetarier aus Trend oder nicht ist den  Tieren egal. Man sollte natürlich aus Überzeugung Vegetarier*in sein und das auch langfristig, doch wenn man seinen Weg auf Grund der Massen, also als Mitläufer-/in gefunden hat, ist dies auch in Ordnung. Nicht nur auf Grund des Tierwohls, sondern auch auf Grund des Umweltschutzes.

Menschen die diese Überlegungen außer Acht lassen und gewissenslos Fleisch essen, sollten nochmal intensiver recherchieren, wie beispielsweise Hühner gehalten werden. Aus Trotz gegenüber des ,,neuen Trends„ weiterhin Fleisch zu essen, ist kindlicher als jeder dreijährige Junge. Der Körper braucht die Nährwerte  Eisen und B12, das ist wahr, aber dafür gibt es auch genug Nahrungsergänzungsmittel oder Ernährungsberater/innen.

Natürlich kann man niemanden etwas aufzwingen. Der eigene Wille ist noch immer die überzeugenste Kraft.

Alkohol

So sehr die Leute auch auf gesunde Ernährung achten, desto nachlässiger sind sie was ihr Alkoholverhalten angeht. Freitagabends in der Altstadt haben sicherlich 80% der Leute ein alkoholisches Getränk in der Hand. Die Leute mögen wohl alles aufgeben, nur der Alkohol, der wird immer verteidigt und gerechtfertigt.

Die Deutschen, und nicht nur die, lieben ihren Alkohol und besonders das Bier. Kritik an Alkohol will keiner hören. Eins, zwei Bier sind doch harmlos hat man lange geglaubt, doch zahlreiche Studien, darunter auch Studien der WHO, beweisen Alkohol schadet bereits in kleinen Mengen 3.

Im Endeffekt ist Alkohol nichts anderes als eine legale Droge. Die Folgen wie Abhängigkeit, Leberzirrhose und die verringerte Gedächtnisleistung, werden einfach abgetan oder ignoriert. Häufig hört man dieselbe Antwort, wenn die Gefahren von Alkohol beschrieben werden: ,,Muss man den allen Spaß verbieten? Ich kann genauso gut morgen vom Auto angefahren werden! So  habe ich mein Leben wenigstens gelebt„.

Nein, man muss nicht jeden Spaß verbieten. Es verlangt keiner einen Verzicht auf alle Genussmittel. Lediglich einen bewussteren und verantwortungsvolleren Umgang. Besoffene Menschen sind einfach nur peinlich und unattraktiv. Das Argument man könne genauso gut vom Auto angefahren werden, ist schwachsinnig. Erstens, die wenigsten sterben durch Unfälle und zweitens müsste man nach dem Argument in den Tag hinein leben und das tun die wenigsten.

Wenn es um die Verteidigung des Alkohols geht, werden die Stimmen schon laut. Im Endeffekt muss jeder für sich selbst entscheiden, was er tut, doch daran zu denken, dass wir Menschen unbewusst beeinflussen, hilft vielleicht sein Verhalten zu überdenken. Wenn wir das nächste Mal vor den Augen 12jähriger  betrinken wollen, überlegen wir es uns vielleicht zweimal.

Wir sind unbewusst Vorbilder. Zumindest ist die Anzahl der Raucher etwas rückläufiger geworden.4

Konsum

Darüber hinaus wird unsere Gesellschaft durch ein bestimmtes zügelloses Verhalten gekennzeichnet. Der Konsum. Wir konsumieren heute so viel, wie nie zuvor. Es steht uns alles kostengünstig zur Verfügung, jederzeit. Das verlockt natürlich. Besonders in einer so schnelllebigen Zeit, in der der nächste Trend schon am Morgen an der Tür klopft.

Noch schwerer ist es den Konsum zu widerstehen, wenn jeder mit den neusten Schuhen herumläuft oder das neuste Küchengerät besitzt. Leider gibt es auch hier wieder schädliche Folgen. Es ist kein Geheimnis, dass unser Konsumverhalten den Platen zerstört und Menschen fern ab von uns ausgebeutet werden.

Pro Kilogramm Baumwolle wird durchschnittlich 10.000 l Wasser verbraucht 5. Außerdem macht uns der Konsumwahnsinn  unglücklich, denn wir wollen immer mehr und können uns nicht mehr befriedigen. Konsum ist nun mal nichts anderes als eine Sucht. Eine Droge, von der wir immer mehr haben wollen.

Wirklich Wahnsinn, wie manche Leute jede Woche, die Läden leer shoppen ohne über die Folgen für den Globus nachzudenken. Durch die Möglichkeit auch noch Onlineshopping zu betätigen, können wir noch bequemer einkaufen bis zum Umfallen. Mit den Klamotten, die es momentan auf der Erde gibt, könnte man sicherlich die ganze Menschheit versorgen. Ohne das je wieder etwas Neues produziert werden müsste. Das wollen wir allerdings nicht, denn Jacken von 2013 zu tragen, wäre ,,peinlich„.

Lieber produzieren wir mehr und mehr ohne Rücksicht auf Verluste. Glücklicherweise erkennen mittlerweile immer mehr Menschen, dass es so nicht weitergehen kann. Stichwort Nachhaltigkeit  rückt weiter in den Fokus der Menschen.

Influnecer können hier beispielsweise einen positiven Beitrag leisten und Leute aufklären und zur nachhaltigen Lebensweise animieren. Second Hand Läden sind zum Beispiel eine Möglichkeit ohne schlechtes Gewissen einkaufen zu gehen und anstatt seine alten Klamotten in Kleidertonnen zu werfen, die bekannter Weise die Wirtschaft in Afrika ruinieren, könnte man seine Kleidung verkaufen oder zu sozialen Einrichtungen bringen.

Unser Konsum ist dermaßen exzessiv, dass es nicht mehr feierlich ist. Wir können froh sein, dass diese Droge uns im unmittelbaren Maß nicht tötet, sonst wäre ein bemerkenswerter Anteil der Menschen nicht mehr unter uns. Es ist jedoch nicht zu spät damit aufzuhören und sich selbst  zu stoppen dem Konsumrausch zu verfallen. Zum Glück realisieren von Zeit zu Zeit mehr Menschen, dass ,,weniger mehr„ ist.

Das Problem ist, unsere Wirtschaft baut unter anderem auf unserem exzessiven Konsum auf. Langfristig gesehen, können wir nicht den Wohlstand unseres Landes durch Umweltschädigendes und Menschenunwürdiges Verhalten garantieren. Der Preis der Ware wird wohl in Zukunft zunehmen, und so klingt unser Konsum sowieso ab. Abgesehen davon benötigen wir andere Alternativen, die vermutlich vermehrt in Umweltinvestitionen zu finden sein werden.

Drinnen statt draußen

Heutzutage verbringen wir viel Zeit mit Videos und Serien  schauen. Früher sagte man, ,, davon werden die Augen viereckig„. Den Mythos glaubt keiner mehr, aber was stimmt, ist das man die Zeit auch sinnvoller Nutzen könnte. Ganz aufhören mit Serien schauen, erwartet niemand. Wieso auch? Es macht Spaß Serien anzuschauen und sich in eine andere Welt hineinzuversetzen.

Verzichtet man jedoch mal ein Tag auf den ganzen Serien und Videokram sieht man bereits, wie viel man in der Zeit schaffen konnte. Anstatt ein Video zu schauen, hat man vielleicht Klavier geübt.

Auf keinen Fall will ich damit sagen, dass wir unsere Zeit andauern produktiv verbringen sollten, denn auch das kann zu großem Stress und Druck führen. Es herrscht sowieso bereits ein Produktivitätswahn. Von allen Seiten hört man Tipps, wie man seine Zeit produktiv gestalten soll. Dies setzt natürlich enorm unter Druck und Vergleiche mit anderen können einen fertig machen.

Vergleiche sind sowieso nichtssagend, denn wir alle sind unterschiedlich. Der eine kann den ganzen Tag Sport machen und anschließend noch an einer Fortbildung teilnehmen, während der andere eben nicht die Kraft dazu hat.Vielmehr geht es, um die Balance zwischen den ganzen Tag nur rum hängen und etwas Produktives tun, das einen auch weiter bringt. Andauernd Sendungen wie ,,Adam sucht Eva„ zu schauen verblödet meiner Meinung nach.

Folglich verbringen wir  mehr Zeit drinnen, in  den geschlossenen vier Wänden. Immer wieder höre ich die älteren Generationen erzählen ,, Früher haben wir viel mehr draußen gespielt`´. Kinder verbringen wahrscheinlich tatsächlich mehr Zeit drinnen an ihrer Play Station und anderen Gaming Spielen.

Dies ist allerdings nun mal der Geist unserer Zeit. Man sollte als Eltern  meiner Meinung nach nicht verbieten  Computerspiele spielen zu dürfen, denn so  werden die Kinder nur zur Zielscheibe anderer Kinder,  doch auch hier gilt, die Balance macht es. Ein Ausgleich zwischen Aktivitäten drinnen und draußen zählt.

Trotzdem ist es ein erschreckender Gedanke, dass wir die Mehrheit unseres Lebens drinnen, im sozusagen ,,künstlichen´´ verbringen. Das Draußen sein, hat dabei erhebliche Vorteile. Wir sind entspannter und ruhiger. Außerdem sorgt die Farbe Grün für eine verbesserte Leistungsfähigkeit 6. Die Luft ist meist angenehmer und wir konzentrieren uns besser. Und die Konzentration ist gerade das, was uns fehlt. Da wir an Multitasking gewöhnt sind, fällt es uns so schwer, uns auf nur eine Sache zu konzentrieren und  fokussieren.

Kleines Fazit

Es scheint mir als wäre unser Lebensstil weniger von Gelassenheit und mehr von Idealen geprägt. Wir versuchen uns an ein Leitbild zu halten, doch bei den Überfluss an Tipps, wie man sich nun ,,richtig´´ zu verhalten, zu ernähren oder  zu schlafen hat, kommen wir ins Schwanken und sind manchmal ratlos überfordert. Das Bauchgefühl ist meiner Meinung nach noch immer der beste Indikator, dem für sich persönlich ,,richtigen´´ Weg zu folgen, denn den ,,einen´´ Weg gibt es nicht.

Quellen:

1)https://proveg.com/de/pflanzlicher-lebensstil/vegan-trend-zahlen-und-fakten-zum-veggie-markt/

3)http://www.euro.who.int/de/health-topics/disease-prevention/alcohol-use/news/news/2018/09/there-is-no-safe-level-of-alcohol,-new-study-confirms

3)https://www1.wdr.de/wissen/natur/nitrat-grundwasser-politik-100.html

4)https://de.statista.com/statistik/daten/studie/596628/umfrage/anzahl-raucher-in-deutschland/

5)https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/umwelt/durstige-baumwolle-8000-liter-wasser-fuer-jeans

6)https://www.hafawo.at/freizeit/wie-wichtig-ist-frische-luft-fuer-unsere-gesundheit/

 

Großstadtboom- was zieht die Menschen in die Städte

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Großstadtfieber Es herrscht derzeit ein regelrechter Großstadtboom. Die Menschen wollen in die Städte. Egal ob alt oder jung. Großstadtflair ist angesagt. Dies bleibt nicht ohne Folgen, denn wie wir alle feststellen, sprießen die Preise derart in die Höhe, dass eine Einzimmerwohnung in München beispielsweise gerne